Allgemein

Info des DSB zur Aufbewahrung von Schusswaffen

08. Dezember 2009

Liebe Sportschützinnen und Sportschützen, sehr geehrte Damen und Herren, die Ereignisse in den vergangenen Wochen und Monaten haben gerade die Waffen- und Munitionsaufbewahrung in das Zentrum des öffentlichen und medialen Interesses gerückt. Der Deutsche Schützenbund mit seinen zwanzig Landesverbänden hat daher alle 1,5 Millionen Mitglieder regelmäßig und umfassend über neue waffenrechtliche Vorschriften informiert. Mit dem Poster im Innenteil fassen wir für Sie nun die aktuelle Rechtslage noch einmal kompakt und übersichtlich zusammen. Wir kommen damit dem Wunsch vieler Mitglieder nach, die nötigen Fakten „auf einen Blick“ darzustellen. Ich bitte Sie nachdrücklich, diese Zusammenstellung gut sichtbar bei sich oder im Vereins- und Schützenhaus aufzuhängen und alle Mitglieder Ihres Vereins zur strikten Einhaltung dieser wichtigen Vorgaben aufzurufen. Denn: Waffen und Munition sind korrekt, sicher und nach der geltenden Rechtslage aufzubewahren. Schon im Frühjahr dieses Jahres habe ich das unmissverständlich erklärt und ich möchte es heute für unseren Verband noch einmal betonen. Es gilt: Null Toleranz bei der ordnungsgemäßen Aufbewahrung von Sportwaffen und Munition! In diesem Zusammenhang möchte ich es nicht versäumen, allen 15.101 Vereinen meinen ausdrücklichen Dank auszusprechen: Nach einer keinesfalls leichten Zeit für unseren Sport bedanke ich mich bei allen, die die Öffentlichkeit unermüdlich und sachlich über unseren traditionsreichen Sport informieren, die sich mit größtem Einsatz in der Jugendarbeit, im Bereich der Brauchtumspflege oder sozial und kulturell engagieren, die sich einsetzen für das Vereinsleben vor Ort und alles dafür tun, damit es auch weiterhin heisst: Der Deutsche Schützenbund – eine starke Gemeinschaft! Ein unvergessliches Erlebnis von sportlicher Spannung und Gemeinschaft erwartet uns im kommenden Jahr. Ich freue mich sehr, bei dieser Gelegenheit unsere vielfältigen Disziplinen präsentieren zu können und die Menschen neugierig zu machen auf unseren Sport. Ich würde mich daher sehr freuen, wenn ich auch Sie bei der 50. Weltmeisterschaft im Sportschießen auf der Olympia-Schießanlage München-Hochbrück vom 29.07. bis 11.08.2010 begrüßen könnte. Wir wollen diese WM zu einem Festival des internationalen Schießsports und zu einem Fest unserer Vereine machen – […]

Info des DSB zu Kontrollen der Aufbewahrung von Waffen

24. September 2009

Nach der am 25.07.2009 in Kraft getretenen Neuregelung des Waffengesetzes hat der Besitzer erlaubnispflichtiger Schusswaffen oder Munition der zuständigen Behörde die zur Sichereren Aufbewahrung getroffenen oder vorgesehenen Maßnahmen nachzuweisen (§ 36 Abs. 3 Satz 1 Waffengesetz – WaffG). Besitzer ist nicht nur der Eigentümer der Waffen, die auf seiner Waffenbesitzkarte (WBK) eingetragen sind, sondern auch derjenige, der Waffen für einen anderen – aus welchem Grund auch immer, vgl. § 12 Abs. 1 WaffG – bei sich verwahrt. Besitzer erlaubnispflichtiger Schusswaffen oder Munition haben nach § 36 Abs. 3 Satz 2 WaffG der Behörde zur Überprüfung der ordnungsgemäßen Aufbewahrung (Nachschau) nach Abs. 1 und Abs. 2 (in Verbindung mit § 13 Allgemeine Waffengesetz-Verordnung) Zutritt zu den Räumen zu gestatten, in denen die Waffen und die Munition aufbewahrt werden. Wohnräume dürfen gegen den Willen des Inhabers nur aufgrund eines Durchsuchungsbeschlusses oder zur Verhütungen dringender Gefahren für die öffentliche Sicherheit (Durchsuchung) betreten werden; insoweit wird das Grundrecht der Unverletzlichkeit der Wohnung nach Art. 13 Grundgesetz eingeschränkt. Weitere Details sind im Infoschreiben Hinweise zur Kontrolle der Aufbewahrung des DSB zusammengefasst.

Info des DSB zur Nutzungsdauer von Druckluftkartuschen

16. Dezember 2008

Aufgrund der momentan großen Verunsicherung im Hinblick auf die Nutzung von Druckkartuschen (Druckluftkartuschen auch als Preßluftkartuschen bezeichnet bzw. Druckgaskartuschen auch als Gaskartuschen oder CO2 Kartuschen bezeichnet) beachten Sie bitte die folgenden Ausführungen: Auszug aus der Sportordnung, gültig ab 01.01.2010: 0.5.1.2.1 Der Schütze ist für seine Druckluftkartusche bzw. Druckgaskartusche allein verantwortlich. Druckluftkartuschen bzw. Druckgaskartuschen mit abgelaufener Nutzungsdauer dürfen nicht verwendet werden. Auszug aus der Ausschreibung zur Deutschen Meisterschaft 2009: 5.8.3 Der Schütze ist für seine Druckluft- / Gaskartusche alleine veranwortlich. Kartuschen mit abgelaufener Nutzungsdauer dürfen nicht verwendet werden. Die Nutzungsdauer von Druckluftkartuschen und Gaskartuschen wird bei der Waffenkontrolle und am Schützenstand überprüft. Nach intensiven Recherchen und Gesprächen mit Herstellern und unter Würdigung der unterschiedlichen juristischen Meinungen ist nicht auszuschließen, dass Schadensfälle durch die Verwendung abgelaufener Kartuschen bei Nutzern, Betreibern von Schießanlagen, Standaufsichten oder Schießleitern zivilrechtliche (z.B. Schadensersatz bei Sachschäden) oder strafrechtliche (z.B. fahrlässige Körperverletzung) Folgen nach sich ziehen können. Die Herstellern weisen auf ihren Internetseiten jeweils deutlich auf die Nutzungsdauer und auf die dann folgende Außerbetriebnahme von Kartuschen hin. Beachten Sie bitte dazu auch das Schreiben vom „VERBAND DER HERSTELLER VON JAGD-, SPORTWAFFEN UND MUNITION“. Die Technische Kommission empfiehlt daher folgende Vorgehensweise: Kartuschen mit abgelaufener Nutzungsdauer dürfen nicht verwendet werden. Schreiben der Technischen Kommission des DSB zur Nutzungsdauer von Druckluftkartuschen

Info des DSB zur GEMA-Sonderregelung für Mitglieder des Verbandes

16. Juli 2008

Die Sonderregelung hat folgenden Wortlaut: Für folgende Musikaufführungen, die anlässlich der traditionellen Schützenfeste stattfinden, erhebt die GEMA für die Dauer des Gesamtvertrages mit dem Deutschen Olympischen Sportbund, dessen Mitglied der Deutsche Schützenbund e.V. ist, keine Aufführungstantiemen: (1) Weckruf-Musik, (2) Marschmusik anlässlich des Abholens und Einbringens des Schützenkönigs, (3) Marschmusik anlässlich des Abholens und Einbringens der Fahnen, (4) Musik anlässlich des Einmarsches und Ausmarsches der Schützenkompanien oder -vereine, (5) Musik zum Zapfenstreich. Schreiben der GEMA

Rückrufaktion: Walther-Druckluftkartuschen

07. April 2008

Bei der Schadensanalyse nach einem Unfall mit einer geborstenen älteren Aluminium-Druckluftkartusche wurde jetzt erstmals festgestellt, dass bereits im Rohmaterial ein Werkstofffehler vorlag. Die Charge, aus der die geborstene Kar-tusche stammt, wurde WALTHER von einem Vorlieferanten im Jahre 2000 geliefert und die Kartuschen wurden bis 2001 verkauft. Wir können nicht ausschließen, dass weitere Kartuschen aus dieser Charge ebenfalls von diesem Fehler betroffen sind. Die Kartuschen können (nicht nur beim Befüllen sondern auch im Gebrauch) bersten und dabei wegen des hohen Drucks zu schweren Verletzungen führen. Aus diesem Grund dürfen Luftpistolen-Druckluftkartuschen des Typs 2/WALTHER 0,085 ccm mit eingestempeltem Prüfdatum zwischen 6 00 und 6 01 aus 2000/2001 nicht mehr verwendet werden und sind sofort drucklos zu machen! Außerhalb dieses Zeitraums hergestellte Chargen und insbesondere die heutigen Druckluftkartuschen, sowie Gewehrkartuschen sind nicht betroffen! Sicherheitshalber sei nochmals auf die grundsätzlich zulässige Nutzungsdauer aller Druckluftkartuschen von maximal 10 Jahren hingewiesen. Die betroffenen Luftpistolen-Druckluftkartuschen aus 2000/2001 werden auf Wunsch gegen Aufpreis durch eine neue Kartusche ersetzt. Die Abwicklung erfolgt direkt über die Walther-Kundendienst-Abteilung oder über den Fachhandel. Ansprechpartner und weitere Informationen sind dem Infoschreiben der Fa. Carl Walther GmbH zu entnehmen.

Rückrufaktion: Anschütz-Druckluftkartuschen

08. Februar 2008

Bereits im September des Jahres 2006 hatte der Deutsche Schützenbund auf Bitte des Unternehmens Anschütz eine Rückrufaktion zu definierten Fertigungslosen von Druckluftkartuschen gestartet. Diese Rückrufaktion wurde notwendig, da es zum Zerknall einer Druckluftkartusche im Waffenschrank eines Sportschützen gekommen war. Seit dieser Zeit hat die Firma jedoch nur rund 60 Prozent der betroffenen Kartuschen aus dem Markt zurückerhalten. Dies bedeutet, dass noch rund 2.000 Stück im Besitz von Schützen sind, und eine erhebliche Gefährdung durch eine unzulässige Weiternutzung besteht. In der vergangenen Zeit sind auch weitere Kartuschen zerknallt und mittlerweile hat es in vier Fällen Personenschäden gegeben. Im Rahmen der Produktbeobachtung und Qualitätssicherungsmaßnahmen hatte die J.G. Anschütz damals festgestellt, dass in einem bestimmten Fertigungslos materialbedingte Fehler an Druckluftkartuschen für Sportwaffen vorhanden sein können. Diese Fehler können zu einem plötzlichen Ausfall der Aluminiumkartusche führen. Dabei können sich Manometer oder Füllventil aus der Kartusche lösen. Ernsthafte Verletzungen sind nicht auszuschließen und bereits erfolgt. Aus Sicherheitsgründen ist eine Überprüfung und ggf. der Austausch der betroffenen Kartuschen durch den Hersteller dringend erforderlich. Die nachfolgend aufgeführten Kartuschenserien – ausschließlich bis zum Herstellungsjahr Dezember 2005 – können von diesem Mangel betroffen sein. Die Aluminiumkartuschen sind fortlaufend nummeriert: Kartusche, silber eloxiert, 430 mm lang: von 012947 bis 016846, Art.-Nr. 711.3415 Kartusche, rot eloxiert, 430 mm lang: von 002444 bis 002527, Art.-Nr. 711.3414 Kartusche, schwarz eloxiert, 430 mm lang: von 000006 bis 000053, Art.-Nr. 711.3413 Kartusche, Junior, 290 mm lang: von 001632 bis 002225, Art.-Nr. 711.3412 Die genannten Kartuschen dürfen ohne Überprüfung nicht mehr benutzt werden und sind sofort zu entleeren. Bitte senden Sie die betroffene, drucklose Kartusche zur Überprüfung direkt an die Firma J.G. ANSCHÜTZ GmbH & Co. KG, Abt. Kartuschenüberprüfung, Daimlerstraße 12, 89079 Ulm.
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