Pfälzischer Sportschützenbund feiert seinen 67. Landesschützentag in Kastellaun

Der 67. Landesschützentag des Pfälzischen Sportschützenbundes fand am Sonntag, den 6. Mai in der Stadthalle von Kastellaun statt.Pünktlich um 09.30 Uhr fanden sich die Böllerschützen unterhalb der Kastellauner Burg ein und sorgten eindrucksvoll mit ihren Böllerschüssen für das Erwachen der Stadt. Anschließend erfolgte traditionell der Einzug der Fahnenträger, von den angeschlossenen Kreisen in die Stadthalle. Günther Vetter hatte die Ehre den Landesschützentag zu eröffnen.

Nach seiner Eröffnungsrede begrüßte er die Mitglieder, Delegierten, Ehrenmitglieder und Ehrengäste. Seitens des Deutschen Schützenbundes konnte er Walter Wolpert, Vizepräsident Recht, begrüßen. Vom Landessportbund Rheinland-Pfalz, Walter Desch. Und selbstverständlich war auch Bürgermeister Keimer dabei sowie die Vertreter der DSB Landesverbände.
Nach der Totenehrung und den  Grußworten der Gäste erfolgte die Ehrung verdienter Mitglieder des Pfälzischen Sportschützenbundes. Der erste Höhepunkt des Tages stand nun an – die Proklamation des Landesschützenkönigs. Ab 9.00 Uhr waren alle Kreiskönige des Verbandes am Start. Jeder Teilnehmer musste dabei in seinem Programm  20 Schuss abgeben.  Nach der Auswertung wurde der Schütze mit dem besten Teiler Landeskönig. Am Ende siegte Sebastian Herrmany mit einem hervorragenden 11 Teilern. Herrmany wird im nächsten Jahr den Pfälzischen Sportschützenbund beim Bundeskönigsschießen würdig vertreten. Hierfür wünschen ihm die Mitglieder schon jetzt ‚Gut Schuss‘ und das Quäntchen Glück.

Bilder: Schützenkönige

Nachdem Mittagessen ging es nahtlos über zur Delegiertenversammlung. Die Delegiertenversammlung ist das höchste Entscheidungsgremium eines Verbandes. Sie findet einmal jährlich statt und bestätigt die Verbandspolitik, aktuelle Schwerpunkte, Planungen sowie die Entlastung des Präsidiums. Daher ist es nicht zu verstehen, wenn Vereine nicht bei einer Delegiertenversammlung anwesend sind. Nur wer sich aktiv an der Verbandspolitik beteiligt, kann sich auch entsprechend einbringen.


Im Bericht des Präsidiums wurde kurz auf die Ausbildungsarbeit und die guten sportlichen Erfolge im Jahr 2017 eingegangen. Bei den Finanzen wurde im letzten Jahr ein Verlust erzielt. Unter anderem sorgte die Neuausstattung der Geschäftsstelle mit aktueller Hard- und Software, die Einführung eines neuen Wettkampfprogramms und nicht zuletzt der noch andauernde Rechtstreit mit dem Rheinischen Schützenbund für diesen Verlust. Dennoch besteht kein Grund zur Besorgnis. Es kann davon ausgegangen werden, dass in den nächsten Jahren keine größeren Anschaffungen anstehen. In der anschließenden Abstimmung wurde das Präsidium durch die Delegierten einstimmig entlastet.


Wichtigster Punkt der Delegiertenversammlung war die Wahl eines neuen Präsidenten. Seit dem Rücktritt von Horst Brehmer am Jahresende 2017 war der Posten vakant und musste neu besetzt werden. Als einziger Kandidat trat der 2. Vizepräsident, Günther Vetter an. Mit überwältigender Mehrheit von 95% wurde Günther Vetter zum neuen Präsident des Pfälzischen Sportschützenbundes gewählt.
Damit war dann auch der Posten des 2. Vizepräsidenten neu zu besetzen. Hier stellten sich drei Personen zur Wahl – Klaus Baßler, Hans-Frieder Dippi und Kurt Lauterwasser. Mit ebenfalls beachtlichen 186 Stimmen wurde Klaus Baßler zum neuen 2. Vizepräsidenten des Pfälzischen Sportschützenbundes gewählt.
Damit waren die Wahlen beendet und das Präsidium des Pfälzischen Sportschützenbund ist ab sofort wieder komplett besetzt.

Bild: Präsidium PSSB


Zum Ende der Versammlung wurden Anträge behandelt. Letztendlich diskutierte die Versammlung über die im letzten Jahr beschlossene Erneuerung der Satzung. Die bisherige Eintragung scheiterte allerdings unter anderem an sogenannten Eintragungshindernissen und den Einsprüchen des Rheinischen Schützenbundes. Haupt Streitpunkt ist die Beschreibung des Gebietes sowie die beabsichtigte neue Namensgebung.
Beides stößt beim Rheinischen Schützenbund auf Wiederstand und  endete letztendlich in einem Rechtsstreit. Um  endlich eine endgültige, für beide Seiten tragbare Lösung herbeizuführen, traf man sich im Januar mit dem Rheinischen Schützenbund unter der Moderation des Deutschen Schützenbundes.  Trotz der erheblichen Differenzen könnte sich ein Weg aus dem Dilemma anbahnen, der für beide Seite, PSSB und RSB, aber auch für den Deutschen Schützenbund tragfähig ist.

Präsident, Günther Vetter schlug der Delegiertenversammlung vor, die Satzung gemeinsam mit dem Rechtsbeistand zu überprüfen, beanstandete Textteile nach der neuesten Rechtsprechung zu ändern und Eintragungshindernisse zu beseitigen. Wenn dies zur Zufriedenheit abgearbeitet und rechtlich geprüft wurde, kann in der nächsten Delegiertenversammlung eine  komplett überarbeitete Satzung vorgelegt werden. Hier ist nun das Präsidium des Pfälzischen Sportschützenbundes gefordert diese Lösung herbeizuführen.

Nun muss alles getan werden, dass endlich wieder ruhige Zeiten eintreten und das Hauptaugenmerk wieder der Sport wird. Vielleicht lässt sich daraus auch eine Möglichkeit entwickeln, dass wieder ein freundschaftliches Verhältnis zu unserem benachbarten Landesverband, dem Rheinischen Schützenbund heranwächst.

Allen Mitgliedern und Sportlern beider Landesverbände ist das mehr als zu wünschen.

gez. R. Wirtz