Bericht EM-Sichtungsschiessen 2018

EM-Sichtung Luftgewehr Dezember 2018

Die Europameisterschaftssichtung in der Disziplin Luftgewehr fand auf der Standanlage in München statt. Beim Pfälzischen Sportschützenbund (PSSB) hatten sich insgesamt drei Teilnehmer für die EM-Sichtung Luftgewehr qualifiziert. Im Juniorenbereich gingen Katharina Anna und Michelle Hauck an den Start. Bei den Damen startete Debora Linn. Erfreulicherweise sind sowohl Katharina Anna als auch Debora Linn dieses Jahr wieder zu Vereinen in die Pfalz zurückgekehrt. Das bedeutet, dass Beide bei internationalen Turnieren oder der DSB Rangliste für den PSSB an den Start gehen können. Für die EM-Sichtung gilt, dass man unter die ersten acht Teilnehmer kommen muss um sich für das Ausscheidungsschießen im Januar 2019 zu qualifizieren. Um es gleich vorweg zu nehmen, am Ende hat es für die PSSB Teilnehmerinnen leider nicht gereicht.

Vor Ort in München waren der leitende Trainer des PSSB Alois Straßer und der Gewehrtrainer Rüdiger Wirtz dabei. Für den Aufenthalt in München hatte das PSSB Präsidium für die Sportler und Betreuer Einzelzimmer in einem Hotel in Eching gebucht. Die Anreise nach Dortmund erfolgte am Freitag, den 7. Dezember. Das freie Training war in der Zeit von 15:00 bis 19:00 Uhr angesetzt und wurde auch ausgiebig von allen Landesverbänden genutzt. Neben dem Training mussten alle Teilnehmer die Waffen- und Bekleidungskontrolle durchlaufen. Die Bekleidung und Luftgewehre waren alle regelkonform. Für die PSSB Teilnehmer gab es keine Beanstandungen. Das Training verlief im Großen und Ganzen recht gut. Schon bei diversen Bundesligaeinsätzen hatte Katharina kleinere Probleme mit ihrem Luftgewehr. Meistens fühlten sich ein oder zwei Schüsse nicht optimal an. Gefühlsmäßig ‚löste‘ das Gewehr recht spät aus. Im Verlauf des Wochenendes wurde das leider bei Katharina’s Gewehr immer schlimmer aber dazu später mehr. Das Training am Freitag war dann um 19:00 Uhr beendet. Nach einer kurzen Trainerbesprechung ging es gemeinsam zurück ins Hotel nach Eching. Am Abend war ein Besuch der Pizzeria San Remo angesagt. Die bestellten Pizzen waren superlecker. Am Samstagmorgen wurde gemeinsam um 08:30 Uhr gefrühstückt. Die Wettkämpfe für die Frauen und Juniorinnen begannen um 11:00 Uhr. Am Samstag, den 8. Dezember musste dann jede Teilnehmerin zwei Programme auf Zehntelwertung und am Sonntag zusätzlich noch ein weiteres Programm schießen. Der Sonntag war geprägt durch ganz frühes Aufstehen. Der Wettkampf war für 09:00 Uhr angesetzt, das Frühstück für 06.30 Uhr. Die Wettkämpfe zeigten, dass ein 60 Schuss Programm hohe Anforderungen an die physische und psychische Konstitution der Teilnehmer stellt. Nach Beendigung der einzelnen Wettkämpfe gab es Klagen über Rückenschmerzen und verspannte Schultern. In den drei Wettkämpfen am Wochenende lief es für die  PSSB Teilnehmerinnen recht unterschiedlich. Michelle erreichte ein Schnitt von 607,5 Ringe und war damit weit unter ihren Möglichkeiten. Leider schaffte sie es in keinem der drei Wettkämpfe über 610 Ringe zu schießen. Hier ist also noch ausreichend Potential vorhanden. Michelle selbst war sehr unzufrieden mit ihrer Leistung. Eine Umstellung des rechten Fuß hat zumindest schon im Training Erfolge gebracht. Es wird sich zeigen, ob diese Umstellung auch in den Wettkämpfen etwas bewirkt. Debora fand recht schwer in die einzelnen Wettkämpfe hinein, konnte sich aber zum Ende hin stets steigern. Ihr Schnitt betrug 616,7 Ringe, wobei sie in ihrem dritten und letzten Wettkampf 620,8 Ringe erreichte. Generell fühlten sich die Wettkämpfe für Debora nicht optimal an. Ihre Probleme lagen im Rücken. Sie litt unter einer Verhärtung der linken Seite in Nähe der Rippen. Aber sie biss auf die Zähne und zog ihre Wettkämpfe durch. Beste Platzierung erreichte Katharina. Am Ende fand sie sich mit einem Schnitt von 620,1 Ringen bei den weiblichen Juniorinnen auf Platz 13 wieder. Leider funktionierte ihr Luftgewehr im letzten Wettkampf nicht zu 100% fehlerfrei und zwei Schüsse gingen völlig daneben und sie beendete den dritten Wettkampf mit 615,0 Ringen. Damit fehlten ihr 2,3 Ringe zu Platz 8, der für die Teilnahme an der EM-Ausscheidung berechtigte. Entsprechend traurig war Katharina am Sonntagnachmittag. Jetzt gilt es den Blick nach vorne zu richten. Zunächst steht die Weihnachtszeit an mit ein paar Tagen Ruhe im Kreise der Familie. Danach geht es aber konzentriert ans Training. Der nächste  Event steht schon an. Im Januar 2019 geht es zum RWS-Cup nach Dortmund. Im Einzelnen haben die PSSB Teilnehmerinnen folgende Ergebnisse erzielt:

 

Vorname Name 1.Wettkampf 2.Wettkampf 3.Wettkampf
Katharina Anna 619,9 625,4 615,0
Michelle Hauck 606,25 608,2 608,0
Debora Linn 614,3 615,1 620,8

 

gez. R. Wirtz

EM-Sichtung 2018 Münchn